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Scheinblüten

Schatten






















Kunstmuseum Celle
mit Sammlung Robert Simon
Ausstellung >Scheinwerfer<
Lichtkunst in Deutschland im 21. Jahrhundert


kinetische Licht- und Schatteninstallation
10 Objekte Holz, Karton bemalt
Durchmesser je 30 cm, Motoren, Licht
Installationsgröße: variabel
2014



Die nachempfundenen Modelle der Spitzen von Straßenleuchten mutieren zum Schatten ihrer selbst. Statt selbst zu scheinen, werden sie zu Miniaturen geschrumpft und in ein neues Licht gesetzt. Die Lichtmastenleuchten werden durch Lampen angestrahlt und über ihre dabei projezierten Schatten zum Teil wieder in ihre realen Größen zurückgeführt.
Die beschienenen Objekte drehen sich dabei langsam in verschiedenen Tempi und
lassen immer neue Perspektiven von Projektionen entstehen.

Constantin Jaxy



Die Basis dieser Installation von Constantin Jaxy sind vereinfachte und stark verkleinerte Modelle von Straßenlaternen - „Fundstücke“ des Künstlers im Stadtraum. Sie leuchten selbst nicht, sondern werden angestrahlt vom warmen Licht halogenbeleuchteter Schreibtischlampen. lm Licht mutieren die in Holz und Karton nachgebauten Spitzen der Straßenleuchten zu „Schatten ihrer selbst” (Jaxy). ]e nach Abstand des Strahlers führt das Licht die Modelle im projizierten Schattenbild zur Größe ihrer Vorbilder zurück.

Die Installation ist bewegt: Kleine Motoren, die normalerweise zum Antrieb von Disko-
kugeln genutzt werden, versetzen jedes Laternen-Modell in langsame Drehung.
So entwickeln die nachgebauten Lichtmastenleuchten ein Eigenleben, das sie in immer neuen Ansichten zeigt und das Schattenspiel in einen zauberhaften Tanz verwandelt. Verzerrungen beleben die flüchtigen Gestalten an der Wand, Überschneidungen bringen sie miteinander in Dialog. Diese etwas unheimliche Szene würde man im vertrauten Kontext, auf offener Straße nie beobachten. Aber wenn es dennoch geschähe ...?

Constantin Jaxy verändert mit seinen Installationen unseren Blick auf die sachlich
durchgestalteten, technisch perfektionierten Objekte der alltäglichen Gegenwart.
Neben Straßenlaternen gehören auch Krane und Stahlbrücken zu seinen Motiven. Er formt die von Designern und Ingenieuren geschaffenen Strukturen und Oberflächen nach, verkleinert und schwärzt sie, löst sie aus ihrem Funktionszusammenhang. Der Akt der Projektion öffnet dann den Weg für neue Perspektiven. lm Lichtkegel der Schreibtischlampen erscheinen vor unseren Augen alternative Sichtweisen der Objekte.
An die Stelle von Sachlichkeit, fester Form, Funktion und Norm tritt Überraschendes und
Poetisches, Geheimnisvolles und Unberechenbares.

Dr. Julia Otto
Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon


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